Effizienz und Effektivität

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Einführung

Effektivität (Wirksamkeit) und Effizienz (Aufwandoptimierung) gehen mit der Fragestellung, durch welche Mittel und auf welche Art und Weise ein bestimmtes Ziel optimal erreicht werden kann, einher.

Definition

Effektivität

Unter der Effektivität wird ein Beurteilungskriterium verstanden, welches beschreibt, ob eine Handlungsalternative geeignet ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dabei wird nur das Mittel an sich betrachtet und nicht die Art und Weise, auf die es durchgeführt wird.(Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Effektivität, URL: s.u.) Der Begriff der Effektivität ist politisch betrachtet von höherer Bedeutung, als beispielsweise die Wirtschaftlichkeit oder auch der Begriff der Effizienz. In der Regel führt die falsche Handlungsalternative, auch wenn sie effizient durchgeführt wird, nicht zum angestrebten Ziel, sondern nur zur Geldverschwendung. (Vgl. Rechnungswesen-verstehen, Stichwort: Effektivität und Effizienz, URL: s.u.)

Effizienz

Unter der Effizienz wird ein Beurteilungskriterium verstanden, welches beschreibt, ob ein Mittel geeignet ist, um ein festgelegtes Ziel auf eine bestimmte Art und Weise zu erreichen. Hierbei wird in den meisten Fällen die Wirtschaftlichkeit betrachtet.(Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Effizienz, URL: s.u.) Effizienz ist in jedem Fall von großer Bedeutung. Wird allerdings die falsche Handlungsalternative effizient durchgeführt, bezeichnet man jenes auch als Verschwendung und Auftragsverletzung. Demnach ist die Effektivität einem höheren Stellenwert zuzuordnen, denn die Strategie steht immer über der Art und Weise. (Vgl. Rechnungswesen-verstehen, Stichwort: Effektivität und Effizienz, URL: s.u.)

Tabelle Effizienz.PNG

(Eigene Darstellung, angelehnt an:Vgl. Baumgartner u.a. (2009) S.249)

Effektivität und Effizienz im Alltag

Philipp hat sich vorgenommen an einem sonnigen Tag sein Auto zu waschen. Wenn er jedoch den kompletten Tag im Haus am Computer verbringt, handelt er nicht effektiv, hinsichtlich des gesetzten Ziels (sein Auto zu waschen). Daher tut er (hinsichtlich der Zielerreichung) das Falsche.

Wenn Philipp sein Auto nur mit Wasser und einem Tuch wäscht, ist er zwar effektiv (da er daran arbeitet sein gesetztes Ziel zu erreichen), jedoch nicht effizient. Er wäre nur dann effizient und effektiv, wenn er auf die richtige Art und Weise (geeignete Mittel zur Reinigung, Bürsten, Lappen usw.) an seiner Zielerreichung (das Auto zu waschen) arbeiten würde.

Zusammenfassung

Der Begriff der Effektivität stellt eine Maßgröße für ein Output dar (Die Frage nach dem Was). Der Begriff der Effizienz (Die Frage nach dem Wie) stellt Input und Output in eine Relation. Demnach ist die Effizienz ein gewisses Unterziel der Effektivität und stellt weder eine notwendige, noch eine hinreichende Bedingung dieser dar. (Vgl. Rechnungswesen-verstehen, Stichwort: Effektivität und Effizienz, URL: s.u.)


Quellenverzeichnis

Baumgartner u.a. (2009); Bea/Göbel (2006); Rahn (2011) ; Staehle (1999); Vahs (2007): Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 7. Auflage, S.249
Prof. Dr. Mühlbacher, A. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/effektivitaet.html [Stand 10.11.2013]
http://www.rechnungswesen-verstehen.de/bwl-vwl/bwl/effektivitaet-und-effizienz.php [Stand 10.11.2013]
Prof. Dr. Thommen, J. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/effizienz.html [Stand 10.11.2013]