Planungsarten

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Einführung

Die Planung, im Allgemeinen, gehört zur Kernfunktionen eines Führungsprozesses und ist Teil eines immer wiederkehrenden Kreislaufes. (vgl. Olfert/Pischulti, 2013, S.40f) Die Planung ist ein systematisches, zukunftbezogenes Durchdenken und Festlegen von Zielen, Maßnahmen, Mitteln und Wegen zur zukünftigen Zielerreichung. (Vgl. Dillerup/Stoi, 2008, S.44) Anlässe zur Planung sind zum einen Veränderungen des Unternehmens und dessen Umwelt, (vgl. Macharina/Wolf, 2015, S.412) zum anderen das ökonomische Denken und das Setzen von neuen Zielen, um das Unternehmen zu verbessern.

Definition

Da Unternehmen immer vielschichtiger und weitreichender werden, teilt man die Planung in Planungsarten ein. Die häufigsten drei Unterteilungen, die man in der Literatur findet, sind die strategische-, taktische- und operative Planung. Die Unterschiede dieser Planungsarten liegen im Zeitbezug und der Wirkungsebene. Taktische- und operative Planung werden oftmals in der Literatur nicht einheitlich verwendet. So kann es vorkommen das die taktische Planung als operative Planung benannt wird und umgekehrt.

Die strategische Planung,

ist eine langfristige Planung, die sehr weit in die Zukunft gerichtet werden kann (ca. 5-10 Jahre). (vgl. Olfert/Pischulti, 2013, S.40f) Diese Planungsart wird häufig in der obersten Führungsebene angewendet. Sie betreffen das Unternehmen als Ganzes oder bestimmte Hauptabteilungen eines Unternehmens, wie zum Beispiel wesentliche Produktbereiche. Instrumente der Strategischen Planung sind Marktanalysen und Trendentwicklungen in den Bereichen: Ökonomische-, Technologische-, Sozio-Kulturelle-, Politische-Gesetzliche- und Ökologische Entwicklung. Marktveränderungen müssen vorzeitig erkannt werden sonst verliert ein Unternehmen den Anschluss an die Konkurrenz. Umso wichtiger ist es die Strategische Planung so präzise und stimmig, wie nur möglich auszuarbeiten. (vgl. Möller/Klatt, 2013)

Die Taktische Planung,

ist das Bindeglied zwischen Strategischer und der Operativen Planung. Was in der Strategischen Planung abstrakt und ganzheitlich für das gesamte Unternehmen erstellt wurde, beginnt nun Form abzunehmen durch die Konkretisierung der Pläne. Ziele werden genauer formuliert und einzelne Abteilungen arbeiten an der Ausarbeitung und Bestimmung von Maßnahmen und Ressourcen. Zeitlich liegt die Taktische Planung ca. 1-5 Jahre vor der Realisierung. (vgl. Stelling, 2009, S.5 f)

Die Operative Planung,

beginnt ca. ein Jahr vor der Realisierung der Pläne und beinhaltet die Planung von kleinen organisatorischen Einheiten in einem Bereich des Unternehmens, die ebenso wie die Taktische Planung von der Strategischen Planung abhängig ist (vgl. Möller/Klatt, 2013). Häufig kommt die operative Planung zum Einsatz bei der Beschaffung, Produktion und Absatz. (vgl. O.V, O.J)

Kritik

Dadurch, dass die Planung in die Zukunft gerichtet ist, kann sie nicht als tatsächliche Zukunftsaussicht bewertet werden. Fehler müssen eingeplant werden und somit eine Kontrolle aller Planungsebenen immer wieder erbracht sein. Ohne diese ist eine Planung unrealistisch. (vgl. Dillerup/Stoi, 2008, S.37) Besonders bei der Stratigischen Planung ist die Unsicherheit sehr hoch, da die Prognose von bestimmten Trends oder Marktveränderungen auf lange Zeit nicht eindeutig vorhersehbar ist. Je weiter die Planung in die Zukunft gerichtet ist, desto uneindeutiger und abstrakter wird sie. (vgl. Olfert/Pischulti2013 S.40f)

Literatur

  • Dillerup R.; Stoi R., (2008): Unternehmensführung, 2. Auflage, Verlag Franz Vahlen. München.
  • Macharzina K.; Wolf J. (2015):Unternehmensfühurung, 9.Auflage, Verlag Springer Gabler. Berlin.
  • Olfert, Pischulti (2013): Unternehmensführung, 6.Auflage, Verlag Kiehl. Herne.
  • Sachenbacher H.C. (2000): Controlling in telekooperativen Struckturen, 1.Auflage, Deutscher Universitäts-Verlag. Wiesbaden.
  • Stelling J.N.(2009): Kostenmanagement und Controlling, 3.Auflage, Oldenburger Wissenschaftsverlag GmbH. Berlin.