Produktionsfaktoren

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Einführung

Als Produktionsfaktoren, auch Inputfaktoren genannt, bezeichnet man alle materiellen und immateriellen Mittel und Leistungen, welche im Produktionsprozess an der Bereitstellung von Gütern mitwirken (Vgl. Straub, T. (2012): 535). Häufig findet man eine Gliederung nach Arbeit, Boden und Kapital (volkswirtschaftlich) bzw. exekutive Arbeit, dispositive Arbeit, Betriebsmittel und Werkstoffe (betriebswirtschaftlich) (Vgl. Krafft, D./ Mittelstädt, E./ Wiebcke, C. (2005): 262).


Definition

Es erfolgt eine Unterteilung in volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren.

Volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren

In der Volkswirtschaft findet man die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital.

Der Faktor Arbeit wird durch den Menschen als Träger definiert. Er betrachtet das Potenzial der Arbeitskräfte, inklusive ihrer Fähigkeiten und ihrem Know-How (Vgl. Opresnik, M./ Rennhak, C. (2015): 209).


Der Ausdruck Boden bezog sich historisch betrachtet auf den Ackerboden, auf welchem produziert wurde. Heute versteht man unter diesem Begriff die verwendete Produktionsfläche, einschließlich der produktionsnotwendigen Werkstoffe (Vgl. Opresnik, M./ Rennhak, C. (2015): 209).

Kapital impliziert die produzierten Produktionsmittel, Maschinen, Gebäude, Anlagen, Werkstoffe sowie die Verkehr- und Kommunikationswege in Form der Infrastruktur (Vgl. Opresnik, M./ Rennhak, C. (2015): 209).

Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren

Betriebswirtschaftlich betrachtet man hierbei die Unterteilung in Werkstoffe, Betriebsstoffe und der Arbeit (menschlich) nach Gutenberg (Vgl. Tiedtke JR.(2007): 61).

Unter dem Begriff Werkstoffe versteht man hierbei die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, welche zur Produktion und der damit verbundenen Instandhaltung benötigt werden (Vgl. Opresnik, M./ Rennhak, C. (2015): 209).

Der Faktor Betriebsmittel umfasst das Anlagevermögen in Form von Boden, Gebäude/ Einrichtungen, Anlagen, Patente und das Know-How der Arbeiter (Vgl. Opresnik, M./ Rennhak, C. (2015): 210).

Menschliche Arbeit beinhaltet die ausführenden Tätigkeiten (z.B. das Bedienen einer Maschine) sowie die dispositive Arbeit (z.B. Planungs-, Organisationsarbeiten) zur Führung und Gestaltung der Produktion (Vgl. Opresnik, M./ Rennhak, C. (2015): 210).

Input-Output-Prozess.jpeg

(Abbildung: Eigene Abbildung)

Kritik

Das Modell nach Gutenberg ist durch seine Dimensionen stark an industriellen Unternehmungen angelehnt. Unternehmen, welche den Fokus auf das Dienstleistungssegment auslegen, können ihren Input hierbei nicht ausreichend betrachten. Zudem fehlt der für Handelsunternehmungen elementare Faktor Zeit, um eine aussagekräftige Bewertung vornehmen zu können.

Literatur

Kraft, D.; Mittelstädt E.; Wiebcke, C.: Goethe-Institut (2005): Markt-Lexikon Wirtschaft. 1. Auflage. Bertelsmann. Bielefeld.

Opresnik, M.; Rennhak, C. (2015): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre : Grundlagen unternehmerischer Funktionen. 2. Auflage. Gabler Verlag. Berlin.

Staub, T. (2012): Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 1. Auflage. Pearson Deutschland. München.

Tiedtke JR. (2007): Allgemeine BWL. 2. Auflage. Gabler Verlag. Wiesbaden.